Selbstständig als Yogalehrerin – 5 Gründe, warum ich es liebe, mein eigener Boss zu sein

Ich bin selbstständig! Das klingt für viele nach Freiheit und Unabhängigkeit, für andere nach Unsicherheit und Existenzängsten. Für mich hat es etwas von beidem. Aber vor allem bedeutet es, dass ich mein Leben und meine Zeit so gestalten kann, wie es gerade in meine Planung passt. Nach meiner Kündigung in der Probezeit 2023 war mir klar, dass es so nicht weitergehen kann. Rückblickend kann ich tatsächlich stolz auf mich sein, dass ich diesen Weg eingeschlagen habe.

In diesem Beitrag teile ich mit dir meine ganz persönlichen Erfahrungen als selbstständige Yogalehrerin und erzähle dir, warum ich es liebe, meine eigene Chefin zu sein (und warum ich ein Angestelltenverhältnis aktuell nicht vermisse).

1. Ich treffe alle Entscheidungen selbst

Ich entscheide, welche Kurse ich gebe, wann ich arbeite und wie ich mein Business aufbaue. Niemand schreibt mir vor, wie Yoga „richtig“ zu sein hat oder welche Methoden ich verwenden soll. egnauso ist es in meinen Seminaren. Natürlich habe ich ein paar Vorgaben, da sie zertifiziert sind für Bildungsurlaub, aber wie ich die Tage ausgestalte und über welche Methoden ich den Teilneher*innen Yoga und Stressbewältigung näherbringe, ist meine Entscheidung.

Das bedeutet für mich vor allem, dass ich mich auf einer riesigen Spielwiese ausprobieren kann. Angefangen hat alles mit VHS-Kursen, in denen ich Yoga für Anfänger unterrichtet habe, und den ersten AT- und PME-Kursen. Jetzt ist mein Repertoire gewachsen und ich gebe Wochenseminare, Inside-Flow-Specials, Stuhl-Yoga und natürlich ganz klassische Hatha-Vinyasa-Stunden. Dabei finde ich immer wieder neu heraus, was zu mir passt und welche Ideen ich wieder verwerfe. Manches funktioniert sofort, anderes braucht Zeit, um sich zu entwickeln, und einige verschwinden wieder, was völlig in Ordnung ist. Aber jede Entscheidung ist meine und genau das ist eines der größten Geschenke, wenn man selbstständig als Yogalehrerin arbeitet.

2. Ich kann Arbeit und Familie in Einklang bringen

Als Angestellte musste ich mich früher oft zwischen Job und Familie entscheiden. Gerade wenn meine Kinder eine intensive Entwicklungspahse hatten und die Nächte kurz waren, bin ich morgens im Büro nur schwer in die Gänge gekommen. Andersherum: Wenn im Büro viel los war, hatte ich manchmal keine Energie mehr, um mich genügend um die Bedürfnisse meiner Kinder zu kümmern.

Heute organisiere ich meine Woche so, dass meine Familie Vorrang hat und ich trotzdem ausreichend Raum für meine Kurse, die Planung und das Business-Drumherum habe. Es gibt Tage, an denen ich vormittags Seminare plane oder an neuen Yoga-Sequenzen arbeite und nachmittags dann ganz für meine Kinder da bin. Da ich vormittags meist frei habe, kann ich mich hier auch um Arzttermine (von mir oder den Kindern) oder den Haushalt kümmern. Alles, was sonst immer nach dem Job noch angefallen ist. Diese Flexibilität ist für mich unbezahlbar.

Kennst du das auch dieses Gefühl, alles unter einen Hut bringen zu wollen und immer irgendwo Abstriche zu machen?

3. Ich gestalte mein Angebot so, dass es mich erfüllt

Ich liebe es, dass mein Business so vielfältig ist wie ich selbst. Yoga-Kurse, Seminare zur Stressbewältigung, Inside Flow und bald meine ersten eigenen Retreats und all das habe ich selbst aufgebaut. Und es macht mich glücklich, dass so viele Menschen mit mir auf dieser Reise sind.

Gerade die Seminare liegen mir besonders am Herzen, denn eine Woche lang mit Menschen an einem Thema zu arbeiten, ihre Entwicklung zu sehen und mit kreativen Methoden wie Flipcharts oder kleinen Aufstellungen Inhalte greifbar zu machen, gibt mir als Dozentin unglaublich viel zurück. Oft erlebe ich in diesen intensiven Tagen kleine Aha-Momente, die mich selbst daran erinnern, warum ich diesen Beruf gewählt habe.

Yogalehrerin plant ihren Kurs mit Büchern. Hat einen Stift in der Hand und sitzt auf dem Boden.

4. Ich wachse an jeder Entscheidung

Selbstständig sein heißt auch jeden Tag aufs Neue: lernen, lernen, lernen. Jede Entscheidung bringt mich weiter, egal ob fachlich oder persönlich. Ich habe in den letzten Jahren so viel Neues über Businessthemen, Marketing, Yoga, Websitegestaltung und Stressprävention gelernt, und gefühlt gibt es noch so viel da draußen, was ich bislang nicht kenne.

Ich liebe diese Entwicklung und die Möglichkeiten, die mein Beruf mit sich bringt. Schon als Kind war ich sehr wissbegierig und habe gelesen, was mir unter die Finger gekommen ist. Daher freue ich mich schon auf die nächsten Weiterbildungen und Themen, die in der Zukunft auf mich warten. Dadurch verändert sich mein Unterricht, wie ich mit Menschen arbeite und manchmal auch, wie ich mich selbst sehe und mein Leben gestalte. Jeder Aha-Moment, ob in einer Ausbildung oder während einer Unterrichtsstunde, fühlt sich an, als würde ich ein weiteres Puzzlestück finden, das mein Leben vervollständigt.

Geht es dir auch so, dass du beim Lernen manchmal spürst: „Genau das ist es, was ich gebraucht habe“?

5. Jeder positive Moment gehört mir ganz allein

Jedes Lächeln, jede Dankeskarte und jede Rückmeldung gehören nur mir. Da ist kein Chef, keine Kollegin und keine anonyme Struktur dazwischen. Das macht mich stolz, dankbar und auch demütig.

Es sind diese kleinen Momente, die mir immer wieder bestätigen, dass meine Expertise und mein Wirken gebraucht werden. Zum Beispiel, wenn eine Teilnehmerin nach einer Stunde entspannter wirkt als zu Beginn, wenn jemand nach einem Seminar sagt: „Du hast mich zum nachdenken gebracht. Dankeschön.“ oder eine Asana, die vorher nicht gelingen wollte, plötzlich mit Leichtigkeit funktioniert und ein Lächeln ins Gesicht zaubert. Diese Momente sind mein größter Lohn und der beste Beweis dafür, dass ich auf dem richtigen Weg bin.

Selbstständig als Yogalehrerin – mein persönliches Fazit

Selbstständig zu sein, ist nicht immer der einfachste Weg, das ist mir nach fast 2 Jahren in Vollselbstständigkeit klar geworden. Denn es ist tatsächlich nicht so einfach, sich als Frau in dieser Branche selbstständig zu machen, und daher bin ich jeden Tag aufs Neue dankbar, dass ich diese Chance und Möglichkeit habe, und daran hast du als mein*e Leser*in und vielleicht Kursteilnehmer*in einen großen Anteil.

Es ist mein Weg und ich würde ihn keinen Tag eintauschen, denn jeder Kurs, jedes Seminar und jeder kleine Fortschritt tragen ein Stück Herzblut von mir.

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Über die Autorin

Ich bin Victoria Hirsch – Yogalehrerin, Entspannungspädagogin und Inside-Flow-Trainerin. In meinen Kursen und Seminaren verbinde ich ruhige, klare Praxis mit fließenden Bewegungen und alltagstauglicher Achtsamkeit. Mein Ziel ist es, Menschen dabei zu unterstützen, ihren eigenen Zugang zu Yoga zu finden – ohne Druck, ohne Perfektion, dafür mit Freude, Leichtigkeit und echtem Spüren. Mehr über meine Angebote und mich findest du auf victoria-hirsch.de

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Hallo, ich bin Victoria!

Ich begleite Menschen dabei, mehr Entspannung, Bewegung und Achtsamkeit in ihren Alltag zu integrieren – sei es durch Yoga, Stressbewältigung oder eine bewusste Lebensweise.

Ich bin überzeugt, dass echte Balance entsteht, wenn wir Körper und Geist in Einklang bringen. Ob durch gezielte Entspannungstechniken, achtsames Yoga oder eine bewusste Ernährung – kleine Veränderungen können Großes bewirken und helfen, den Herausforderungen des Alltags gelassener zu begegnen.

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