Meine 5 wichtigsten Projekte 2025 – und wie sie mein Jahr verändert haben

2025 war für mich ein besonderes Jahr, denn zum ersten Mal habe ich ein komplettes Jahr ausschließlich als Yogalehrerin und Entspannungspädagogin gearbeitet. Einen Plan B gab es nicht und auch eine feste Anstellung als Arbeitnehmerin hatte ich nicht im Blick. Meine größte Erkenntnis war, dass es mich erfüllt. Nicht nur ideell, sondern auch finanziell. Ich konnte auf eigenen Beinen stehen und mein Business Schritt für Schritt weiterentwickeln.

Gleichzeitig hat sich vieles sortiert. Ich habe mehr Klarheit darüber gewonnen, wofür ich stehe, wie ich arbeiten möchte und welche Angebote wirklich zu mir passen. Manche Entscheidungen waren mutig, andere sehr pragmatisch. Und einige Veränderungen waren ganz persönlicher Natur.

Wenn ich auf dieses Jahr zurückblicke, sehe ich fünf Projekte, die mein 2025 besonders geprägt haben. Projekte, die mich vor allem beruflich haben wachsen lassen und die mir gezeigt haben, dass Entwicklung oft dann passiert, wenn man ihr Raum gibt.

Projekt 1: Die Planung meiner Retreats 2026

Dieses Jahr kam ich spontan auf die Idee, 2026 meine ersten eigenen Retreats anzubieten. Doch ich wollte kein Standard-Yoga-Retreat planen, sondern meine beiden Leidenschaften Yoga und Lesen miteinander verbinden. So sind mein Yoga- und Lese-Retreat im Taunus geboren worden und ich habe mir dafür das Seminarhaus am Liebfrauenberg im Mai und September reserviert.

Ich habe selbst schon an Retreats teilgenommen und finde die Atmosphäre und die intensive gemeinsame Zeit so bereichernd, dass ich das gerne weitergeben möchte. In den Seminaren für Bildungsurlaub konnte ich Erfahrung sammeln und verschiedene Yoga-Ansätze ausprobieren, die ich dann in meine Retreats übernehme. Ich liebe es, mit euch in einen tieferen Austausch zu gehen, auch nach dem Yoga noch zusammenzusitzen, zu quatschen, die Natur zu genießen und so viel mehr zu erleben als eine „normale“ Yogastunde.

Natürlich hat zu diesem Projekt eine Menge Mut gehört, denn mit der Buchung des Seminarhauses für 2026 bin ich eine Verpflichtung eingegangen. So etwas zu planen und auch schon Geld zu investieren, ohne dass ich weiß, wie es genau angenommen wird, war ein echt großer Schritt raus aus meiner Komfortzone. Was Finanzen angeht, bin ich nämlich jemand, der sehr vorsichtig ist und sich genau absichert, bevor ich ein Wagnis eingehe.

Warum genau habe ich mich für den Taunus und nicht für das Meer oder die Alpen entschieden? Mir war wichtig, einen Ort zu wählen, der gut erreichbar ist und keine lange Anreise erfordert. Der Taunus hat für mich viele ruhige, fast versteckte Ecken, die sich perfekt für eine bewusste Auszeit eignen. Natürlich haben das Meer und auch die hohen Berge ihren ganz eigenen Reiz, doch die Seminarhäuser dort sind deutlich teurer und mit mehr organisatorischem Aufwand verbunden. Zudem wollte ich ein Retreat-Angebot schaffen, das auch für meine Yoga-Community aus der Region gut erreichbar ist. In der Kombination aus Yoga und Lesen entsteht so eine ruhige, entschleunigte Atmosphäre, die Raum lässt für Rückzug, Austausch und individuelle Erfahrungen.

Für mich bedeutet diese Auszeit, dir die Möglichkeit zu geben, aus deinem Alltag herauszukommen, ein wahres Geschenk. Ein Geschenk, dich wieder mit dir zu verbinden, dir näherzukommen und auch neue Kontakte zu knüpfen. Die Teilnehmer*innen kommen aus den unterschiedlichsten Beweggründen in dieses Retreat, und ich hoffe, dass jede*r etwas für sich mitnehmen kann.

Projekt 2: Die Umgestaltung von Wohnzimmer & Schlafzimmer

Ein privates und vor allem spontanes Projekt, das mein Mann und ich im Januar 2025 umgesetzt haben, ist der Raumtausch von Wohn- und Schlafzimmer. Ich kam tatsächlich Ende 2024 auf die glorreiche Idee, die Räume zu tauschen, da das Wohnzimmer unter dem Dach „versteckt“ war. Somit haben wir den Raum für gemütliche Abende mit Freunden oder auch Geburtstage genutzt. Das Schlafzimmer hatten wir auf einer Etage mit den Kindern, damit wir nachts in ihrer Nähe sind und so direkt Kuscheleinheiten weitergeben können, wenn ein Albtraum sie aus dem Schlaf gerissen hat.

Da die Kinder mittlerweile ohne unsere Unterstützung ein- und durchschlafen und wir wieder etwas mehr Privatsphäre hätten, tauschten wir also das Schlaf- und das Wohnzimmer. Im Dachgeschoss haben wir einen Raum für uns Eltern eingerichtet, an dem Kinderspielzeug nichts zu suchen hat. Nachdem wir alles ausgemessen und geplant hatten, ging es ans Möbelabbauen, Schränke ausräumen (und gleichzeitig ausmisten). Natürlich kam meine kreative Seite in der Inneneinrichtung wieder zum Vorschein. Wir mussten nur im „neuen“ Wohnzimmer zwei Wände neu schwarz streichen, da die Farbe etwas gelitten hatte, aber ansonsten konnten die Zimmer so bleiben, wie sie sind. Der Kleiderschrank wurde verkleinert und abgesägt, damit er in die Dachschräge passt, und alle Kleidungsstücke auf Bügeln kamen in unseren neuen begehbaren Kleiderschrank. Ich durfte eine neue Kommode für das Schlafzimmer kaufen, da die alte vom Stil nicht mehr hineinpasste, und habe die alte direkt über Kleinanzeigen verkauft.

Wir sind wirklich froh darüber, dass wir uns für dieses Projekt entschieden haben, denn es gibt uns so viel mehr Lebensqualität als Familie und als Paar. Wir haben unser eigenes Reich unter dem Dach, wo wir auch mal etwas herumliegen lassen können. In unserem Familienbereich haben die Kids im Wohnzimmer jetzt auch ihre Ecke und wir können es ganz anders nutzen. Ich sitze gerne abends noch mit einem Buch in meinem Lesesessel, während die Kids noch in ihren Zimmern spielen, und bin da, falls doch noch einmal zugedeckt werden muss. Wir haben eine klarere Struktur in unserer Wohnung geschaffen und ich freue mich schon sehr auf unser Projekt „Flur“ welches wir hoffentlich 2026 angehen und abschließen werden. (Ich sage nur: Wandpaneele und Gemäldegalerie!)

Projekt 3: Yoga im Park – mein Sommerprojekt für die Community

Ziemlich spontan kam ich im Frühsommer auf die Idee, Yoga im Freien anzubieten. Gerade im Sommer hat Yoga eine kleine Flaute, denn die Leute möchten lieber draußen sein, am See oder im Schwimmbad, und nicht in einem Raum auf der Matte liegen. Daher dachte ich: Dann verlegen wir die Yogastunde doch einfach raus auf die Wiese!

Doch da ich nicht, wie 2024, wieder in meinen Garten gehen wollte, habe ich den Südpark in Bad Nauheim als Location angefragt. Dort gibt es eine schöne große Wiese und er liegt zentral in der Innenstadt und ist für viele erreichbar. Damit möglichst viele Menschen Yoga für sich entdecken oder es einfach mal ausprobieren, habe ich das Ganze kostenlos auf Spendenbasis angeboten. Es waren wunderschöne Stunden sonntagsmorgens mit vielen Teilnehmer*innen und auch Regen hat uns nicht abgeschreckt. Viele meiner treuen Yogaschüler*innen waren dort, sowie neue Gesichter und auch Teilnehmende meiner Seminare zum Bildungsurlaub. So war es eine tolle Mischung aus Menschen, die mit mir verbunden sind.

Dieses Projekt hat mir gezeigt, dass auch spontane Ideen gut umzusetzen sind und ich darin wirklich aufblühe. Für 2026 habe ich direkt schon Termine im Kalender im Sommer geblockt, denn natürlich möchte ich das Ganze wiederholen. Ich hoffe, dadurch noch mehr Menschen zu erreichen und für mein Yoga zu begeistern.

Projekt 4: Meine BIEK-Seminarwochen – Wachstum in Echtzeit

2024 bin ich mit den ersten Seminaren für BIEK gestartet und hatte da schon eine extreme Lernkurve, was meine Arbeit als Dozentin betrifft. Dieses Jahr war es noch einmal eine enorme Steigerung, denn insgesamt habe ich über das Jahr verteilt 8 Seminare in Deutschland gegeben. Ich war an der Ostsee, am Bodensee und in Bernried am Starnberger See. Diese Seminare sind jedes Mal für mich ein großer Schritt raus aus der Komfortzone und ich wachse jedes Mal ein wenig mehr.

Jede Gruppe ist anders und so muss ich mich immer wieder neu einstellen und das Seminar entsprechend anpassen. Habe ich Teilnehmer*innen dabei, die schon regelmäßig Yoga praktizieren, oder besteht die Gruppe hauptsächlich aus Anfänger*innen? Was bringen die Menschen an eigenen Themen mit, wie Stresslevel, Lebensumstände oder auch berufliche Herausforderungen?

All das sind die Dinge, die ich als Dozentin berücksichtigen muss und die in meine Kursgestaltung einfließen. Diese Verbindung zwischen Theorie, Yoga-Praxis und dem Austausch untereinander ist für alle jedes Mal eine echte Bereicherung. Auch mich stärken diese Seminare jedes Mal fachlich und auch menschlich, denn ich werde mit vielen Persönlichkeiten und Leben konfrontiert.

Ich freue mich, 2026 weiterhin als Dozentin tätig zu sein, und merke, wie mir dieser Beruf Spaß macht und ich noch mehr darüber lernen möchte. Insofern bin ich gespannt, wie ich die beiden neuen Seminarthemen ausgestalte und mit meiner eigenen Note verbinde. Es wird interessant für mich als Dozentin auch 2026.

Projekt 5: Weiterentwicklung meiner Methode „Richtung Ich“

In einem von Judith Peters Blogempfehlungen ging es einmal um das Thema „Meine Methode“. Damit habe ich mich tatsächlich etwas schwergetan. So eine richtige Methode, wo ich meinen Zettel drankleben könnte, habe ich nicht. Also habe ich mich mit meiner Arbeit auseinandergesetzt und geschaut, was mich, meine Herangehensweise so einzigartig macht.

Entstanden ist eine Methode, die mich ausdrückt, nämlich „Richtung Ich“. Sie hat sich gerade 2025 entwickelt, denn da habe ich viele Seminare gegeben und war mein erstes Jahr komplett selbstständig. Es sind viele Beobachtungen hineingeflossen, Learnings und auch Erfahrungen, die ich machen durfte. Sichtweisen von Teilnehmer*innen, Feedback zu meiner Art zu unterrichten und auch Intuition, denn das Unterrichten habe ich so nicht gelernt. Vieles ist Bauchentscheidung oder einfach Wahrnehmung von Empfindungen oder Stimmung.

Mit dieser Methode positioniere ich mich in der Yoga- und Dozentenwelt und mache klar, wofür ich stehe. Es ist ein ganzheitlicher Ansatz aus Yoga, Achtsamkeit und Entspannungsmethoden mit dem Ziel, Körper und Geist in Verbindung zu bringen. Es geht darum, den eigenen inneren Kompass zu aktivieren. Der Schwerpunkt liegt auf Selbstwahrnehmung, Wertearbeit und bewusster Lebensgestaltung, was ich in meinen Kursen, Seminaren und Retreats vermitteln möchte.

Als Teilnehmer*in von meinen Angeboten gebe ich dir damit Raum, um bei dir selbst anzukommen, dich wieder zu spüren und wahrzunehmen. Ganz in deinem Tempo und auf deine Weise. Ich unterstütze dich dabei und stehe dir mit Rat und Tat zur Seite. Der eine braucht mehr die körperliche Erfahrung, ein anderer die Ruhe der Meditation.

Abschluss: Was ich aus 2025 mitnehme

2025 hat mir gezeigt, dass ich viel mehr kann, als ich mir zutraue, und ich auch mutig sein darf. Mutig, neue Projekte zu verwirklichen, groß zu denken und das Vertrauen darin zu haben, dass alles seinen Weg gehen wird. Es hat mich überrascht, dass von meinen beiden Retreats das erste im Mai 2026 schon ausgebucht ist und sogar die ersten Leute auf der Warteliste stehen. Das habe ich so nicht erwartet und bin wirklich ungemein dankbar für dieses Vertrauen und freue mich riesig auf die Menschen und die gemeinsame Zeit. Ich habe gelernt, dass ich Dinge verständlich erklären kann und eine sehr sympathische Art habe, zu unterrichten. Bei mir darf gelacht werden, denn Humor finde ich großartig im Unterricht. Es gibt Leichtigkeit und Freude im Leben.

2026 wird ein spannendes Jahr, denn neben den beiden Retreats steht auch ein neuer Kurs im Bereich Entspannung und Yin Yoga auf meiner Ideenliste. Außerdem schließe ich die 300-H-Yogaausbildung ab, was meinen Unterricht sehr wahrscheinlich erneut verändert und bereichert.

Wie war dein Jahr 2025? Welche Projekte hast du abgeschlossen oder vielleicht sogar verworfen? Was bleibt dir in Erinnerung? Erzähle mir gerne mehr darüber in den Kommentaren.

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Über die Autorin

Ich bin Victoria Hirsch – Yogalehrerin, Entspannungspädagogin und Inside-Flow-Trainerin. In meinen Kursen und Seminaren verbinde ich ruhige, klare Praxis mit fließenden Bewegungen und alltagstauglicher Achtsamkeit. Mein Ziel ist es, Menschen dabei zu unterstützen, ihren eigenen Zugang zu Yoga zu finden – ohne Druck, ohne Perfektion, dafür mit Freude, Leichtigkeit und echtem Spüren. Mehr über meine Angebote und mich findest du auf victoria-hirsch.de

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Hallo, ich bin Victoria!

Ich begleite Menschen dabei, mehr Entspannung, Bewegung und Achtsamkeit in ihren Alltag zu integrieren – sei es durch Yoga, Stressbewältigung oder eine bewusste Lebensweise.

Ich bin überzeugt, dass echte Balance entsteht, wenn wir Körper und Geist in Einklang bringen. Ob durch gezielte Entspannungstechniken, achtsames Yoga oder eine bewusste Ernährung – kleine Veränderungen können Großes bewirken und helfen, den Herausforderungen des Alltags gelassener zu begegnen.

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