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Muttis im Habichtswald – Das Yoga-Retreat Wochenende am Muttertag

Haus im Wald

Eine Auszeit. Einfach ein Wochenende für mich. Ohne Kinder. Ohne Mann. Einfach nur ich, mein Körper und natürlich Bücher. Das alles habe ich mir im Yoga-Retreat von Vinka Raddeck am Muttertags-Wochenende im Hilla im Habichtswald erfüllt.

Ein traumhafter Ort zum Abschalten, Wandern und einfach Ich-Sein. Ohne Verpflichtungen, Pläne oder andere To-dos, die erledigt werden müssen. Nur Me, myself and I.

Die Überlegung das Yoga Retreat zu buchen

Ich habe noch nie ein Yoga-Retreat gebucht. Bisher bin ich nur einmal die Woche zum Yoga-Kurs gefahren und das war’s. Mehr Kontakt zu Yoga hatte ich bisher noch nicht. Als ich dann Vinka über den Business-Kurs von Heike kennenlernte, und merkte, dass wir gar nicht so weit voneinander entfernt wohnen, habe ich auf ihrer Website mehrere Angebote entdeckt. Darunter auch das Muttertags-Yoga-Retreat im Mai. Erst kam bei mir der Gedanke hoch: Nein, das kannst du nicht machen. Zum einen ist Muttertag und zu anderen wäre mein Mann dann zwei Tage mit den Kids alleine – So diese typischen Mutti-Gedanken eben.

Dann ist bei mir allerdings ein Groschen gefallen: Ich brauchte dieses Wochenende, um die Geburt, den letzten Lockdown und diese einfach anstrengende Zeit zu verarbeiten und wieder ZU MIR zu finden. Also habe ich meinen Mann gesagt, dass ich am Muttertag nicht da bin und habe das Retreat gebucht.

Eine Entscheidung, die ich nicht bereuen sollte.

Die Anreise zum Retreat

Lange habe ich überlegt, wie ich zum Hilla anreisen sollte. Bahn, Auto, Bahn, Auto… und am Ende wurde es die gute alte Deutsche Bahn.

Mittags um 13 Uhr ging es mit der Regionalbahn von Bad Nauheim nach Gießen und dann mit dem ICE nach Kassel-Wilhelmshöhe. Die Fahrt war super entspannt und die Landschaft, durch die wir fuhren, war herrlich. Blühende Rapsfelder und noch grüne Weizenfelder säumten den Weg rechts und links der Bahnstrecke und kleine Dörfer waren im Hintergrund zu sehen. Sogar das WLAN hat einigermaßen im ICE funktioniert. Willkommen im 21. Jahrhundert.

Bahnhof Bad Nauheim
Startpunkt: Bahnhof Bad Nauheim
Maskenpflicht im ICE
Die Maske in der Bahn durfte nicht fehlen

Nach der Ankunft in Kassel musste ich mich erstmal orientieren, denn jetzt hieß es: Bus fahren. Ich muss ganz ehrlich gestehen, dass ich schon seit Ewigkeiten kein Bus mehr gefahren bin. Ich bekam natürlich nur einen Stehplatz und war froh, mich für den großen Trekkingrucksack anstatt für den Koffer entschieden zu haben. Der Bus schlängelte sich einen Berg hinauf und dann war auch schon meine Haltestelle in Sicht: Zeche-Marien-Weg. Ich stieg aus und stand gefühlt mitten im Wald. Die Vögel zwitscherten, ein Bach gluckerte vor sich in und irgendwo klopfte ein Specht fleißig gegen einen Baum. Natur pur und mein Körper fuhr schonmal langsam runter.

Der Weg, dem ich folgen musste, ging noch so knapp einen Kilometer in den Wald hinein und dann stand ich schon vor dem Hilla und war einfach nur begeistert. Ruhe, Sonne, Wald und keinen Handyempfang.

Weg im Wald zum Yoga Retreat
Der Blick von der Bushaltestelle in die Straße
Yoga Retreat Haus im Wald
Das Hilla vom Waldweg aus

Vinka Raddeck – Meine Yoga-Lehrerin fürs Wochenende

Insgesamt waren wir zwölf wunderbare Frauen, die am Retreat teilnahmen und liebevoll begleitet hat uns Vinka Raddeck. Zu Beginn trafen wir uns im Yoga-Raum, richteten uns häuslich ein und dann erklärte uns Vinka, was sie für die nächsten Tage geplant hatte. Es wurde eine Mischung aus Kundalini-Yoga, Meditation, „normalem“ Yoga und Atemübungen. Für mich zum Teil völliges Neuland. Ich hatte noch nie wirklich meditiert, Atemübungen gemacht und Kundalini-Yoga hat sich sehr nach Verrenkungen für mich angehört. Doch ich gab der ganzen Sache eine Chance. Dafür war ich ja hier.

Frau sitzt auf einem Sessel auf einer Wiese
Meine Yogalehrerin fürs Wochenende: Vinka Raddeck

Vinka hat uns gleich gesagt, dass alles von ihr nur ein Angebot ist und wenn wir uns mit ein paar Übungen nicht wohlfühlen, dann müssen wir sie nicht mitmachen. Ich habe mir gedacht: „Ach komm, hier kennt dich eh keiner!“ Ich habe mich voll auf das Programm eingelassen und bin wirklich positiv überrascht, wie gut mir die Meditationen, Gesänge und auch die Feuer-Atmung getan hat. Was habe ich gelernt: Häufiger einfach mal die Komfortzone verlassen und sich auf neue Wege begeben.

Bücher auf Schreibtisch
Ich nutze die Zeit & Ruhe, um mich um meine Bedürfnisse zu kümmern

Yoga auf der Wiese mit ungebetenen Gästen

Am Samstag wollten wir Vormittags Yoga draußen auf der Wiese machen. Wir hatten alle schon unsere Matten rausgeschleppt, die Kissen und Decken bereitgelegt und eigentlich hat nur noch Vinka mit der Musikbox gefehlt… und dann das: Zecken! Na ja, wir waren quasi mitten im Wald und im natürlichen Habitat der kleinen Viecher. Eine nach der anderen krabbelte bevorzugt auf die hellen Yoga-Matten und wartete schon auf das Festmahl. Wir haben uns dann ganz schnell wieder nach drinnen verkrümelt und ohne Zecken Yoga gemacht. Von der Wiese haben wir uns die restliche Zeit dann auch ferngehalten.

Nach dem Wochenende hat uns Vinka noch eine sehr liebe E-Mail geschrieben und uns nochmal daran erinnert, dass wir nicht gleich wieder in den Mama-Alltags-Hustle-Modus verfallen sollen. In der Mail war auch eine Playlist mit den Liedern, die wir gehört haben und ein kleines Workbook, mit dem wir unsere Energieräuber im Alltag entlarven. Eine schöne Abrundung unserer gemeinsamen Zeit.

Kaffeetasse im Garten des Yoga-Retreat
Abschalten mit Kaffee am Morgen im Garten

Das Hilla – Eine wunderschöne Unterkunft für Yoga

Die Unterkunft, die Vinka für das Yoga-Retreat gebucht hat, ist das Hilla in Kassel. Als ich die Bilder auf der Website gesehen habe, war ich schon verliebt und was soll ich sagen… es ist ein Traum. Am liebsten hätte ich das ganze Haus mit den Menschen darin eingepackt und mitgenommen.

Ursprünglich war das Hilla ein Gasthaus für die Arbeiter der nahegelegenen Zeche. Zwischendurch dann ein Heim für schwer erziehbare Jugendliche, ein Privathaus und jetzt ein wundervoller Ort um Yoga zu machen oder Seminare zu halten.

rosa Treppenhaus
Der Hauseingang im Hilla

Das Hilla haben Yvonne, Jennifer, Selina und Lara erschaffen und führen das Haus mit liebevoller Hand. Die Einrichtung ist natürlich, dezent und passt einfach harmonisch in den Stil des alten Hauses. Lara hat uns während des Aufenthaltes mit vielen leckeren Gerichten verköstigt und uns ein Lächeln aufs Gesicht gezaubert. Ich habe mich wirklich gut mit ihr unterhalten und durfte ein bisschen in der Küche spionieren und noch warme Kekse frisch aus dem Ofen naschen. Das war mit das Schönste am Hilla: Diese Herzlichkeit, mit der man begrüßt und betreut wird. Jeder kannte meinen Namen und wir durften uns wirklich wie zu Hause fühlen. Unglaublich nah & liebenswert.

Abends wurde es dann bei einer Flasche Sekt oder einem Glas Wein richtig gemütlich und es wurden einige intensive Gespräche geführt.

Bett mit Kissen und grüner Wand
Mein Bett für zwei Nächte
Schreibtisch mit Stuhl am Fenster
Den Ausblick habe ich genossen und in mein Journal geschrieben
Möhrensuppe als Essen im Yoga Retreat
Zu Mittag gab es meist eine leckere Suppe
Gedeckter Frühstückstisch im Yoga Retreat
Und unser Frühstück wählten wir einen Tag vorher aus
zwei grüne Metallstühle mit Tisch
Lieblingsplatz für meinen morgendlichen Kaffee oder Tee

Was habe ich aus dem Yoga-Retreat mitgenommen?

Es waren wirklich magische 48 Stunden, die ich abseits der Hektik und des Familienalltags im Hilla im Habichtswald verbringen durfte. Diese Gelassenheit und Ruhe, die mir dort zuteilwurde, versuche ich jetzt in meinem Alltag beizubehalten. Bisher klappt es (eigentlich) auch ganz gut, nur am Ende des Tages wird es schwer, die Gedulds-Fahne hochzuhalten.

Da kommt der Start der „Rise up and shine Uni“ von Laura Malina Seiler gerade recht. Ich komme aus einem entspannten Wochenende, bin geerdet und gut gelaunt und jetzt kann ich mich weiter um mich und meine berufliche Zukunft kümmern. Wer weiß, wo ich nach den 10 Wochen stehe. Ich bin gespannt.

Aktuell versuche ich wieder eine Morgenroutine zu etablieren, um den Tag für mich entspannt zu starten. Entspannte Mama = entspannte Familie. Ich habe schon festgestellt, dass es morgens um einiges harmonischer verläuft als noch vor dem Wochenende. Yoga habe ich bisher nicht mehr gemacht, Schande über mein Haupt, aber ich bin fest entschlossen, auch da wieder eine gewisse Routine zu beginnen. Zumindest kleine Auszeiten auf meiner Akkupressur-Matte gönne ich mir ab und zu. Solange meine Haut nicht wieder Probleme macht, ist alles im Lot.

So eine Auszeit ist als Mama sehr wichtig und mir hat es einfach nur gutgetan. Keine Verpflichtungen, keine Sorgen, was es zu essen gibt, keine Verabredungen, kein Müssen, Sollen, Sein. Einfach nur ich und meine Zeit. Wenn ich Lust hatte, habe ich mich mit den anderen Frauen unterhalten, und wenn nicht, dann halt nicht. Da ich alleine dort war, musste ich auch auf keine Freundin Rücksicht nehmen, sondern konnte wirklich das machen, wonach mir der Sinn stand. Lesen, Wandern, Quatschen und Essen. Wirklich eine ganz besondere Erfahrung und ich kann es jeder Mama nur ans Herz legen: Nehmt euch Zeit für EUCH! So ein Wochenende raus aus dem Alltag tut so gut und entspannt die Seele.

Wenn du jetzt auch Lust hast deinem Alltag zu entfliehen, kannst du gerne auf der Seite von Vinka oder dem Hilla nach aktuellen Angeboten schauen.

Ich habe direkt wieder das Muttertags-Wochenende nächstes Jahr gebucht und freue mich schon richtig darauf. Hoffe, dass die ein oder andere vom diesjährigen Retreat auch wieder mit am Start ist.

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Frau mit Kaffeetasse vor Küchenzeile mit weißem T-Shirt

Hallo, ich bin Victoria!

Als Expertin für gesunde & nachhaltige Ernährung unterstütze ich Dich & deine Familie dabei, eine ausgewogene Ernährung im Familienalltag umzusetzen.

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