Nachhaltigkeit - Ernährung - Küchenorganisation

Wer bin ich ohne meine Dinge? – Eine kleine Gedankensammlung

Arielle Figur, Ganesha und eine Pflanze

Wer bin ich ohne meine Dinge? Eine spannende Frage. Uli Pauer hat diese Frage in ihrer Blogparade gestellt und ich fand es so faszinierend sich darüber Gedanken zu machen, dass ich einen Artikel dazu geschrieben habe.

Ich glaube, wir identifizieren uns sehr über unseren Besitz. Welches Auto wir fahren, wie wir wohnen, welche Klamotten wir tragen etc. Gerade in der Teenager-Zeit ist es eine Möglichkeit uns einer Gruppe zugehörig zu fühlen oder uns von anderen abzugrenzen. Ich selbst habe als Jugendliche eine ziemliche Gothic-Phase durchlebt und bin meistens mit einem langen schwarzen Ledermantel herumgelaufen. Über diesen Mantel habe ich versucht mich auszudrücken und meine Faszination für Vampire gezeigt. (Hier findest du noch mehr Fun Facts über mich)

Wie ist es heute? Identifiziere ich mich immer noch über meine Dinge? Brauche ich das noch oder bin ich aus dieser Phase „rausgewachsen“?

Ich umgebe mich gerne mit schönen Dingen. Ich mag es kuschelig, mit Deko und Dingen, an denen das Auge des Betrachters hängen bleibt. Egal ob es ein Bild, eine Figur von meinen Reisen oder ein Buch ist, was ich gerade lese. Durch diese Dinge erinnere ich mich an besondere Momente in meinem Leben oder rege meine Fantasie an. In sehr cleanen Wohnungen fühle ich mich unwohl und es kommt mir alles so leblos vor. Bei mir liegt eigentlich immer eine Kleinigkeit herum, die ich gerade in der Hand hatte. Ich lebe eben in meiner Wohnung und dass ich Kinder habe, sieht man auch direkt.

Häufig inspiziere ich in anderen Wohnung erstmal das Bücherregal und schaue, welche Romane dort zu finden sind. Gibt es Überschneidungen zu meiner Sammlung? Haben wir einen ähnlichen Geschmack? Steht dort ein Buch, welches ich vielleicht auch gerade lesen möchte? So komme ich mit den Bewohnern ins Gespräch und kann direkt eine Verbindung knüpfen. Mir fällt es so sehr viel leichter, auf fremde Menschen zuzugehen und eine Beziehung aufzubauen.

Doch wie wäre es, wenn alle meine Dinge plötzlich weg wären?

Ich glaube, das wäre für mich eine mittlere Katastrophe. Da ich mich über meine Dinge an schöne Zeiten erinnere oder an liebe Menschen, wäre dieser Verlust tragisch. Ich habe mir in der Vergangenheit auch schon öfter Gedanken gemacht, was ich als Erstes bei einem Wohnungsbrand aus dem Fenster werfe, um es zu retten. Nach meiner Familie natürlich. Erinnerungen an meine Großeltern und Fotobücher stehen dabei an erster Stelle. Es sind Dinge, die ich an meine Kinder mal weitergeben möchte, damit sie sich auch an ihre Vorfahren erinnern und wissen, wo sie herkommen.

Durch gewisse Dinge in meinem Leben erinnere ich mich an meine Wurzeln und meinen Lebensweg. Ich kann Geschichten durch sie erzählen und Erinnerungen mit anderen Menschen teilen. Das ist eine magische Kraft, die Dinge in sich tragen.

Bietet ein Leben ohne Dinge die ultimative Freiheit?

Für viele Menschen bestimmt. Besitz verpflichtet, er will umsorgt, gehegt und gepflegt werden. Benötigt unsere Zeit und Aufmerksamkeit. Nimmt uns ein Stück unseres Lebens. Er erzählt aber auch unsere Geschichte und weist uns in der Zukunft vielleicht den Weg.

Ich möchte ohne meine Dinge nicht leben und bin froh, dass ich diese Erinnerungsstücke habe. Allerdings könnte ich auch mal wieder in meinem Krimskrams aussortieren, da hat sich in den letzten Jahren (auch durch die Kinder) einiges wieder angesammelt. 😉

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Frau mit Kaffeetasse vor Küchenzeile mit weißem T-Shirt

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5 Antworten

  1. Liebe Viktoria, danke für deine Gedankenanstöße. Besonders der, dass sich in geliebten Dingen eine Vergangenheit zeigt, die in die Zukunft weist, den finde ich großartig. Werde damit gleich mal durch meine Wohnung tigern und vielleicht ein bisschen aussortieren. Danke! Liebe Grüße, Birgit

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