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QR-Code auf Smartphone

Jeder kennt ihn und auf (fast) jedem Artikel im Supermarkt oder Kaufhaus ist er zu finden: Der Barcode. Ein lustiges Gebilde aus Linien in unterschiedlicher Dicke, mit ein paar Zahlen darunter. Doch was für Informationen verbergen sich überhaupt dahinter und wie wird das an der Supermarktkasse abgelesen? Ich habe mich für dich mal schlau gemacht:

Der Barcode – eine Erfolgsgeschichte der 70er

Eingeführt wurde der Barcode in den 70er Jahren in den USA durch die Supermarktkette Walmart und den ersten Artikel, den ein Barcodescanner erfasste, war übrigens eine Packung Kaugummi von Wrigleys. Ab 1976 erreichte dann der Barcode Europa und wurde in den ersten deutschen Supermärkten eingeführt.

Barcodes waren zu Beginn eindimensional, d. h. sie wurden nur auf einer Achse aufgetragen. Später entwickelte man dann eine zweidimensionale Version, die wir zum Beispiel als QR-Code kennen. Den 3D-Code, der die Farbsättigung und allgemein Farben als nächste Dimension mit aufnimmt, wird noch nicht genutzt. Seit 2007 gibt es auch einen animierten 4D-Code. Im alltäglichen Gebrauch ist allerdings der 1D- und 2D-Code am geläufigsten.

In Europa kennen wir den EAN-Strichcode (European Article Number) und er ist natürlich in einer internationalen Norm beschrieben. Den EAN-Strichcode gibt es in zwei Varianten:

  • EAN-8 mit 8stelliger-Nummern (meist Kleinstprodukte)
  • EAN-13 mit 13stelliger-Nummer (Standard)

Im unteren Bild siehst du, wie ein Strichcode aufgebaut ist und in welchem kleinen Bereich sich die Nutzdaten verbergen:

Aufteilung eines Barcodes
http://Von GS1 – GS1, CC BY-SA 4.0, https://commons.wikimedia.org/w/index.php?curid=97754536

Die meisten Strichcodes auf Etiketten werden mit dem Thermodirektdruckverfahren erstellt und bieten die sauberste Druckvariante. Barcodes können auch gefräst, geätzt, gestanzt oder geprägt werden oder direkt vom Hersteller auf das Produkt gedruckt werden. Es ist wichtig, dass sie am Ende von einem optischen System (z. B. Laser) erkannt und ausgelesen werden können. An der Supermarktkasse erkennst du das an dem roten Lichtstreifen, wo der Kassierer*in die Produkte „drüberzieht“.

Welche Daten sind bei einem Barcode hinterlegt?

Die Zahlenfolge auf einem Barcode ist nicht willkürlich, sondern folgt einem System:

  • Die ersten 3 Ziffern: Landeskennzeichnung
  • Die folgenden 4 Zahlen: Informationen über Lieferanten/Hersteller
  • Die kommenden 5 Zahlen: Informationen über das Produkt (Menge, Inhalt, Besonderheiten)
  • Die letzte Zahl: Prüfziffer für den Scanner

Wo wird der Barcode eingesetzt?

Den meisten von uns läuft der Barcode beim alltäglichen Einkauf über den Weg. Das vertraute Beep am Ende des Einkaufs an der Kasse ist uns nur zu bekannt. Durch den Barcode muss der Einzelhandel nicht mehr jedes Produkt einzeln bepreisen. Er hinterlegt im Kassensystem direkt den Preis und eventuelle Rabatte, die beim Scannen an der Kasse berücksichtigt werden. Das Warenwirtschaftssystem greift auf die Daten der Kasse zu, um automatisch Bestellungen zu generieren, wenn der Lagerbestand eines Artikels die kritische Menge erreicht.

Nicht nur im Einzelhandel ist der Barcode etabliert, sondern auch in der Industrie und Pharmabranche wird er genutzt. Selbst wir können ihn durch unsere Smartphones abscannen und an die hinterlegten Informationen gelangen.

Aktuell nutzen wir den QR-Code in der Corona-Pandemie als einfaches Mittel, um Ergebnisse von PCR-Tests abzufragen oder unseren Impfnachweis in der Corona-Warn-App zu hinterlegen. Es ist ein einfaches Mittel, um sicher und mit einzigartigem Code Daten abzurufen oder mit anderen zu teilen.

Eigenen Barcode erstellen

Einen eigenen Barcode zu erstellen und für den privaten Gebrauch zu nutzen wird immer populärer und in der heutigen vernetzten Welt sind sie überall anzutreffen. Online kann man ganz einfach einen Barcode generieren und dann eine Website oder andere Informationen hinterlegen und mit Freunden und Familie teilen.

Schau dir bei deinem nächsten Einkauf oder zu Hause einfach mal die ganzen Barcodes auf deinen gekauften Produkten an und scanne sie mit deinem Handy ab. Apps wie CodeCheck oder ToxFox arbeiten mit den Daten hinter dem Barcode. Sie zeigen dir nach dem Abscannen die Inhaltsstoffe von Lebensmitteln oder Kosmetika an und prüfen diese auf eventuell schädliche Stoffe. So kannst du schon während deines Einkaufs erfahren, was sich hinter dem Produkt verbirgt und ob du es wirklich in deinen Einkaufswagen legst.

Hier erfährst du, wie du einen stressigen Familieneinkauf verhinderst und wieder mehr Plan und Struktur in deine Einkaufsroutine bekommst.

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Frau mit Kaffeetasse vor Küchenzeile mit weißem T-Shirt

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