Nachhaltigkeit - Ernährung - Küchenalltag

Energie sparen in der Küche – mit meinen 8 Tipps ein Kinderspiel

Zwei Frauen in der Küche schauen in Kochtopf

Die Energiepreise schießen durch die Decke und aus allen Richtungen wird uns gesagt, wir sollen Energie sparen! Heizung runterdrehen und das Licht ausmachen ist vielen klar. Doch wo kann man in der Küche Energie einsparen?

Jeden Tag stehst du vielleicht am Herd und kochst ein leckeres Essen für deine Familie, backst noch einen Kuchen und verstaust den Wocheneinkauf im Kühlschrank. Der Backofen läuft, der Kühlschrank brummt und in drei Töpfen brodelt es vor sich hin. Das verbraucht ganz schön viel Energie. Energie, die wir einsparen sollten, um unseren Geldbeutel zu schonen und glimpflich durch den Winter zu kommen.

Ich gebe dir hier acht Tipps an die Hand, mit denen du ganz leicht etwas Energie im Alltag sparen kannst, ohne gleich die ganzen Küchengeräte auszutauschen.

1. Koche mit geschlossenem Deckel – Das spart Energie

Ja, es hört sich so simpel an: Mach einfach den passenden Deckel auf den Topf! Dieser kleine Handgriff spart schon bis zu einem Drittel Energie. Deine Gerichte werden nicht nur schneller fertig, sondern du kannst die Herdplatte auch ein paar Stufen runterstellen.

Du kannst diese Technik bei fast allen Kochvorgängen anwenden: egal ob du Eier, Nudeln, Reis oder Kartoffeln kochst. Vor allem, wenn du Kartoffeln oder Gemüse nicht ganz mit Wasser bedeckst, sondern im Wasserdampf garst bleiben wertvolle Vitamine besser erhalten.

Bestimmt hat deine Mutter oder deine Oma noch einen Schnellkochtopf im Schrank stehen. Diese Töpfe sind wirklich wahre Energiewunder, denn sie garen mit Druck und reduzieren den Stromverbrauch enorm. Frag am besten gleich mal in deiner Familie nach und mach dich mit diesem Küchengerät vertraut.

Einzige Ausnahme: Du willst Flüssigkeit loswerden, d. h. Soßen reduzieren. Dann muss der Deckel natürlich runter.

Garen mit passendem Deckel spart einiges an Energie

2. Gare deine Gerichte mit der Restwärme fertig

Dein Gericht im Topf oder der Pfanne ist schon fast fertig? Dann schalte die Herdplatte runter oder ganz aus. Viele Töpfe und Pfannen halten die Hitze so gut, dass die Lebensmittel mit der Restwärme ohne Probleme fertig garen können. Übrigens haben unsere (Ur-)Großeltern diesen Trick früher ganz häufig genutzt. Mit einer sogenannten Kochkiste.

3. Verwende Vorheizen beim Backen nur in Einzelfällen

Das typische Vorheizen, welches in vielen Rezepten gefordert ist, wird eigentlich gar nicht benötigt. Vor allem Fertiggerichte werden ohne Vorheizen genauso gar – schlage einfach 5 – 7 Minuten auf die angegebene Zeit auf.

Vorheizen macht nur bei Gerichten Sinn, die von Beginn an große Hitze benötigen, um kross zu werden z. B. Plätzchen, Brötchen, Brot oder selbstgemachte Pizza.

Frau mit Kind am Backofen
Den Backofen brauchst du nur in sehr wenigen Fällen vorheizen

4. Nutze die Spülmaschine statt mit der Hand abzuwaschen

Hand oder Maschine? Was ist teurer? Definitiv die Handwäsche.

Ein Waschgang im Eco-Spülgang bei 50 Grad kostet inkl. Tab und Abwasser ca. 30 Cent. Der Spülgang im Becken dagegen ca. 50 Cent. Vorspülen ist in den meisten Fällen (außer bei hartnäckigem Spinat oder Reis) auch unnötig, da die Maschinen alles sauber bekommen.

  • Die Spülmaschine sollte nicht leer laufen, sondern gut gefüllt sein, allerdings nicht überladen werden
  • Die Sparprogramme laufen zwar länger, aber sparen wertvolle Energie
  • Damit die Maschine noch lange richtig sauber spült, sollte einmal im Monat ein Spülgang mit 60 Grad erfolgen
  • Wenn du wenig verschmutztes Geschirr hast, dann reicht auch der Kurz-Spülgang

5. Mach dich mit deinem Kühlschrank vertraut

Hör beim nächsten Mal in der Küche mal genau hin: Wie oft brummt dein Kühlschrank? Je öfter der Kühlschrank brummt, umso mehr Energie verbraucht er. Denn das Brummen, was wir schon überhören, ist der Kompressor, der für die Kühlung verantwortlich ist. Leiser Kühlschrank = weniger Energieverbrauch.

  • Dein Kühlschrank sollte an keinem warmen Ort stehen, das heißt weit weg vom Backofen, Heizung, Ofen und vielleicht auch nicht direkt in der Sonne
  • stelle nur abgekühlte Lebensmittel in den Kühlschrank
  • Eine Temperatur von ca. 6 – 7 Grad im mittleren Fach reicht meist aus, um alle Lebensmittel richtig zu kühlen
  • Im Tiefkühlfach sollte die Temperatur bei minus 18 Grad liegen
  • Packe den Kühlschrank nur zu ca. 2/3 voll und achte darauf, wo welche Lebensmittel hingehören
  • Arbeite nicht mit geöffneter Kühlschranktür, sondern versuche sie direkt wieder zu schließen, wenn du das benötigte Lebensmittel entnommen hast
  • Zu große Geräte verbrauchen mehr Strom – für eine vierköpfige Familie reichen 200 Liter Fassungsvermögen

Wenn du dich jetzt fragst, ob das mit der Kühlschrankgröße wirklich stimmt: JA! Ist der Kühlschrank leer, entweicht mehr kalte Luft ins Zimmer. Die warme Luft, welche eingedrungen ist, muss nun energiereich erwärmt werden. Andersrum ist ein zu voller Kühlschrank auch falsch: Die kalte Luft kann nicht richtig zirkulieren und die Lebensmittel werden nicht korrekt gekühlt.

Den Kühlschrank maximal zu 2/3 füllen

6. Halte deine Elektrogeräte sauber und warte sie

Nichts frisst mehr Energie als die Herstellung eines neuen Elektrogerätes. Nicht nur die Materialien, sondern auch der Transport, die Fertigung und anschließend der Vermarktungsweg bis in unsere Küche hat es in sich. Da lohnt es sich, die Geräte korrekt zu nutzen und darauf achtzugeben, damit sie dir lange erhalten bleiben.

Tiefkühltruhe

Die Tiefkühltruhe sollte regelmäßig abgetaut werden, damit sie richtig funktioniert und keine Schäden an den Schubladen oder Kühlstäben entstehen. Bei einer Eisschicht von mehreren Zentimetern Dicke erhöht sich auch enorm der Energieverbrauch.

Spülmaschine

Die Spülmaschine sollte mindestens einmal im Monat gesäubert werden. Das heißt das Sieb entfernen und etwaige Schmutzreste entfernen, Innenraum wischen, Gummidichtungen säubern und ggf. Salz nachfüllen. Danach einen Spülgang bei höheren Temperaturen durchführen und schon ist die Maschine wieder sauber für die nächsten Spülgänge.

Backofen und Mikrowelle

Essensreste in der Mikrowelle und dem Backofen sind nicht sehr appetitlich und kosten auch Geld. Die Geräte heizen nämlich nicht nur die Speisen auf, sondern auch den ganzen Schmutz rundherum. Daher die Geräte regelmäßig säubern und auf Verschmutzung achten. Die Pyrolyse-Funktion zum Reinigen vieler Backöfen ist übrigens auch ein ordentlicher Energiefresser. Jede Pyrolyse kostet zwischen 1,10 Euro bis 1,80 Euro an Strom und das heißt enorme Kosten, wenn du deinen Backofen jede Woche mit dieser Funktion reinigst. Daher greife bei geringen Verschmutzungen am besten zum guten alten Lappen und lass den Backofen erst gar nicht so weit verschmutzen, dass eine Pyrolyse notwendig wird.

Geräte mit Wasser

Entkalke deine Geräte regelmäßig. Kalkablagerungen führen vor allem beim Wasserkocher zu einem mehr an Energieverbrauch und die Geräte gehen schneller kaputt. Ich empfehle dir zum Entkalken Essigessenz, Zitronensaft oder Zitronenpulver. Damit mache ich meine Geräte regelmäßig sauber und es ist keine Chemie im Spiel.

7. Erhitze Wasser im Wasserkochen

Du benötigst kochendes Wasser für die Pasta und es dauert wieder ewig, bis es endlich heiß ist? Dann koche einen Teil des Wassers doch einfach im Wasserkocher. Der Wasserkocher erhitzt ist viel effizienter, als der große Topf auf dem Herd und am Ende schüttest du das heiße Wasser aus dem Kocher einfach in den Topf. Den Wasserkocher allerdings mehrmals zu nutzen, um eine große Menge Wasser aufzukochen, ist allerdings wieder ineffizient. Das Erhitzen auf einem Induktionskochfeld geht übrigens am schnellsten, da kann auch der Wasserkocher nicht mithalten.

8. Koche One-Pot-Gerichte

Der Trend der letzten Jahre ist nicht nur sehr bequem, sondern spart auch Energie. Je weniger Töpfe auf dem Herd stehen, umso weniger Energie wird benötigt. Das heißt schau gleich nach leckeren One-Pot-Rezepten, die du in den nächsten Tagen ausprobieren kannst, um noch mehr Energie im Haushalt zu sparen und etwas Genuss auf den Tisch zu zaubern. Und denk daran: Deckel darauf!

One-Pot-Gericht mit Käse und Nudeln
One-Pot-Gerichte sparen Energie und sind richtig lecker

… viel Spaß beim Austesten!

Ich bin gespannt, welche Tipps du direkt in deiner Küche umsetzt und wo du vielleicht noch Einsparpotential siehst. In meinen anderen Blogbeiträgen erzähle ich dir mehr über stressfreies Einkaufen, Minimalismus im Familienalltag oder wie nachhaltig die Planetary Health Diet ist. Schau gleich vorbei und lass mir ein Kommentar da.

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Frau mit Kaffeetasse vor Küchenzeile mit weißem T-Shirt

Hallo, ich bin Victoria!

Als Expertin für gesunde & nachhaltige Ernährung unterstütze ich Dich & deine Familie dabei, eine ausgewogene Ernährung im Familienalltag umzusetzen.

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